eine eschatologische posse

Aus dem Staub

Donnerstag, 21. April 2016 - 20:30
Freitag, 22. April 2016 - 20:30

Die Handlung setzt ein, nachdem Selim – ein junger palästinensischer Selbstmordattentäter – nach geglücktem Sprengstoffanschlag seinem Schöpfer gegenübertritt, um sich den erhofften himmlischen Lohn (die berühmten 70 Jungfrauen) als frisch gebackener Märtyrer zu sichern.

„Der Eine“ allerdings ist alles andere als erbaut über seinen Schützling.

Ungehalten über die Ankunft der in letzter Zeit geradezu inflationär angewachsenen Zahl junger „Märtyrer“ liest er Selim daher erst einmal gehörig die Leviten.
Nach anfänglicher Zerknirschung dreht Selim den Spieß um und wirft „Dem Einen“ vor, dass er es schließlich war, der eine derart unvollkommene Welt erschaffen hat. Daraufhin drückt „Der Eine“ Selim einen funkelnagelneuen Planeten in die Hand. Er könne es gerne einmal selbst versuchen ...
Es folgt ein Disput über Sinn und Unsinn der Schöpfung, schöpferischen Unsinn und sinnigen Vorschlägen, wie man es besser machen könnte, wenn man es denn könnte und das fern jeglicher Religionen.